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Universitätsklinikum Essen
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Spezialgebiete

Verletzungen

Ein Schädel-Hirn-Trauma entsteht, wenn das Gehirn durch einen Unfall verletzt wurde und nicht mehr adäquat funktioniert.

In so einem Fall ist die Erkenntnis über das Ausmaß der Verletzung durch eine schnelle Diagnostik essentiell. Infolge eines Unfalls werden Patienten vom Notarzt in den interdisziplinären Schockraum unserer Klinik gebracht. Dort erfolgt die Stabilisierung des Verletzten und Einleitung der weiteren Diagnostik (körperliche Untersuchung des Patienten, Ultraschall, Röntgen, Schnittbilddiagnostik) vor weiteren therapeutischen Maßnahmen.

Die Klinik für Neurochirurgie, gemeinsam mit Kollegen der anderen Kliniken (zum Beispiel Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und/oder die Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), verfügt über die Möglichkeit, jede Form von Schädel-Hirn-Traumen zu behandeln, von klinisch-neurologischer Überwachung bis zu hin zu komplexen, teils multidisziplinären operativen Behandlungen.

Von der initialen Versorgung bis zur Einleitung von rehabilitativen Maßnahmen werden Patienten in der Klinik für Neurochirurgie betreut. Mit 250 Patienten mit Hirnverletzungen im Jahr zählt die Klinik für Neurochirurgie zu den Zentren mit der größten Erfahrung auf diesem Fachgebiet.

Es handelt sich um eine Blutung zwischen dem Schädelknochen und der darunterliegenden Hirnhaut. Diese entsteht meistens durch eine Fraktur des Schädelknochens mit Verletzung einer Hirnhautarterie. Hier ist eine dringliche Operation im Sinne der Evakuation der Blutung und Stillung der Blutungsquelle notwendig.

In diesem Fall liegt eine Blutung unter der harten Hirnhaut vor, die auf das Gehirn drückt.

Zum einen gibt es die langsam zunehmende (sogenannte chronische) subdurale Blutung. In den meisten Fällen kann diese Blutung durch ein kleines Bohrloch in der Schädelkalotte behandelt bzw. ausgespült werden.

Zum anderen stellen akut (oder schnell auftretende) subdurale Hämatome eine lebensbedrohliche Blutung dar, die durch eine umfangreiche Operation dringlich evakuiert werden müssen.

Eine Fraktur des Schädelknochens kann abhängig von ihrer Lokalisation eine begleitende Hirnhautverletzung verursachen. Wenn durch diese Verletzung eine Kommunikation zwischen den Lufträumen (Nasennebenhöhlen) und dem Gehirn entsteht, kann eine solche Verletzung eine bakterielle Entzündung der Hirnhaut verursachen. Eine operative Deckung der Hirnhaut ist dann notwendig.

Dislozierte Schädelfrakturen müssen in manchen Fällen operativ reponiert werden.

Bei einer begleitenden Verletzung des Mittelgesichts wird, gemeinsam mit den Kollegen der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Behandlung durchgeführt.