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Universitätsklinikum Essen
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Kindliche Hirntumoren

Die Diagnose eines Hirntumors im Kindesalter ist ein großer Schock für die gesamte Familie. In dieser Extremsituation ist eine gut abgestimmte, voll umfängliche Versorgung und Beratung von allen involvierten medizinischen Fachbereichen notwendig. Dies ist im Uniklinikum Essen in höchstem Maße gewährleistet.

Die Tumorerkrankungen des kindlichen Zentralen Nervensystems (ZNS) stellen neben den Tumoren der blutbildenden Organe (Leukämien) die zweithäufigste Tumorerkrankung im Kindesalter überhaupt dar.

Überwiegend treten diese Tumoren im Kleinhirn und der hinteren Schädelgrube auf. Zu diesen Tumoren zählen hauptsächlich das gutartige Kleinhirnastrozytom sowie das Medulloblastom und das Ependymom als nicht gutartige Tumoren. Aber auch in den Großhirnhemisphären und in den Sehnerven entstehen Tumoren, die teilweise mit sogenannten „Phakomatosen“ vergesellschaftet sind. Hierzu gehören unter anderem die Astrozytome und das Gliom des Sehnerven. Weitere Tumorarten umfassen das Kraniopharyngeom, die Keimzelltumoren (Germinom) und seltenere Fehlbildungstumoren.

Kinder mit Tumorerkrankungen des ZNS werden von uns immer interdisziplinär in enger Kooperation mit der Abteilung für Hämatoonkologie der Kinderklinik behandelt. Unsere neurochirurgische Klinik verfügt über eine eigene Kinderstation, Station NC4. (Tel 0201 723 1284), mit 12 Betten, auf der die kleinen Patienten versorgt und durch Kinderkrankenschwestern betreut werden. Hier finden auch die Operationsvorbereitungen statt.

Die Diagnose eines Hirntumors ist natürlich für die gesamte Familie erst einmal ein Schock. Umso wichtiger ist eine speziell ausgerichtete Abteilung mit erfahrenen Mitarbeitern und interdisziplinärer Versorgung bis hin zur psycho-onkologischen Betreuung.

Die Operationen werden letztlich von unserem erfahrenen und hochspezialisierten OP Team nach dem höchsten technischen und fachlichen Standard durchgeführt. Dem Operateur stehen die Neuronavigation, die intraoperative Überwachung sämtlicher Hirnnerven und -funktionen (evozierte sensible und motorische Potentiale), intraoperativer Ultraschall, Fluoreszenz Darstellung, sowie ein Ultraschall-Präparationsgerät (CUSA) der modernsten Technik zur Verfügung. Sofern eine weitere Therapie erforderlich ist, werden sämtliche erforderlichen Termine und Diagnostiken durch uns veranlasst, sodass ein zügige und reibungslose Weiterbehandlung der Kinder gewährleistet ist. Die Nachsorge erfolgt gemeinsam mit den Oberärzten der Hämatoonkologie der Kinderklinik im Rahmen unserer interdisziplinären kinderonkologisch-neurochirurgischen Sprechstunde.