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Evozierte Potentiale (EP)


Das Prinzip der EP beruht auf der Reizung eines Nerven oder eines Sinnesorgans mit einem definierten Reiz aus Licht, Ton oder Strom. Bei intakter Funktion des Nervensystems werden schwache stereotype Veränderungen des elektrischen Potentials im Elektroenzephalogramm (EEG) hervorgerufen (evoziert), die mithilfe moderner Messelektronik herausgefiltert werden können. Bei Veränderungen kann der Untersucher häufig auf den Ort und die Art der Schädigung schließen. Mit Ausnahme der motorisch evozierten Potentiale können alle Untersuchungen auch ambulant durchgeführt werden und dauern im Schnitt ca. 15 min.

MEP dienen der Diagnostik der bei der Ausführung von Willkürbewegungen verwendeten Nervenfasern. Sie entstehen, wenn das Gehirn eine Bewegung plant und Nervenimpulse zur Ausführung über die sog. Pyramidenbahn in das Rückenmark weiterleitet. Durch transkranielle Magnetstimulation werden bestimmte Hirnbereiche gezielt angeregt, was z.B. in einer Bewegung des Beins resultiert. Diese Untersuchung findet ausschließlich auf der Intensivstation oder im Operationssaal statt.Das Verfahren wird in der Neurochirurgie häufig zur Diagnose von Lähmungen eingesetzt.

Unter Verwendung zusätzlicher Reizelektroden werden wiederholt elektrische Reize auf einen Nerven appliziert. Mit Messelektroden entlang des Nervenverlaufs (Etagendiagnostik) ist so die Beurteilung der Nervenleitung vom Ort des Reizes bis zur Wahrnehmung in der Hirnrinde möglich.

In der Diagnostik verwenden wir zur Auslösung der VEP einen Schachbrettmonitor, für das intraoperative Monitoring kommt eine Blitzbrille zum Einsatz. Ähnlich wie die AEP ermöglichen die VEP die Untersuchung der Sehbahn von der Netzhaut bis zur Sehrinde, dem Ort der Wahrnehmung.

Über einen Kopfhörer hören Sie eine Folge definierter Töne. Während dieser Zeit können Sie sich entspannt zurücklegen. Mit Hilfe der AEP kann die Funktion der gesamten Hörbahn vom Innenohr bis zur Hörrinde im Großhirn beurteilt werden! Die AEP werden beispielsweise bei der Operation eines Akustikusneurinoms abgeleitet. Sie dienen hier zur intraoperativen Überwachung der Funktion des Hörnerven, aus dessen Nervenscheide das Neurinom entsteht.